Um weitere zwei Sekunden steigerte sich Jakob Schmidt-Weigand beim Maisporfest im Marburger Georg-Gassmann-Stadion. In 2:10,6min gewann er im 800m-Lauf die Wertung der M15 souverän mit mehr als zwölf Sekunden Vorsprung und musste lediglich den drei Jahre älteren Theo Haffner (FV Wallau) im Zielsprint vorbeiziehen lassen, der den altersklassenübergreifend durchgeführten Lauf in 2:09,8 min für sich entschied.

Im zwei Stunden zuvor ausgetragenen Weitsprungwettbewerb hatte Jakob anfangs Probleme in der Anlaufgestaltung, konnte sich im letzten Versuch dann immerhin noch auf 5,03m steigern und an die Spitze setzen. Da Jonas Kuhn (TSV Korbach) im letzten Versuch mit 5,05m die Tagesbestweite erzielte, landete Jakob knapp geschlagen auf dem zweiten Platz.

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Um sich mit anderen leistungsstarken Leichtathleten in größeren Teilnehmerfeldern messen zu können, nahmen Alica Stehl und Jakob Schmidt-Weigand am nationalen Leichtathletik-Meeting in Hannover teil und kehrten von dort mit zwei Siegen und einem zweiten Platz zurück.

Da die 800m-Läufe altersklassenübergreifend ausgetragen und den gemeldeten Bestzeiten entsprechend eingeteilt wurden, konnte Jakob in einem Lauf mit überwiegend älteren Läufern starten und kam in diesem nach 2:12,34min als Zweiter ins Ziel. Damit steigerte er seine persönliche Bestzeit um fast drei Sekunden und gewann die Wertung der Altersklasse M15 überlegen mit acht Sekunden Vorsprung vor Jonte Kattner (Eintracht Hildesheim).

Für den Sieg im Hochsprung der WU20 genügten Alicia Stehl übersprungene 1,60m. Die anschließende Höhe von 1,65m erwies sich an diesem Tag als zu hoch. Damit blieb Alicia zwar etwas unter ihren Möglichkeiten, befand sich dabei aber in guter Gesellschaft vieler anderer Springerinnen. Im Gesamtfeld der sechzehn weiblichen Springerinnen der Klassen U18, U20 und Frauen belegte Alicia den 5. Platz. Der Sieg ging mit übersprungenen 1,80m erwartungsgemäß an die Italienerin Alessia Trost, deren Bestleistung bei 2 Meter liegt.  

Den Abschluss des Ausflugs nach Hannover bildete der 300m-Lauf, bei dem Jakob spürte, dass er bereits einen 800m-Lauf in den Beinen hatte und dennoch mit 40,51s nah an seine Bestzeit herankam und damit den 2. Platz der M15 belegte. 

Alle Ergebnisse des Meetings findet man bei ladv.de

 

Mit Blick auf die Meldelisten war bereits im Vorfeld der Kreismeisterschaften in Melsungen klar, dass Jakob Schmidt-Weigand an diesem Tag in erster Linie Wettkämpfe gegen sich selbst bestreiten würde. Da in der Altersklasse U16 noch Wertungen für die einzelnen Jahrgänge erfolgen, war es bereits im Weitsprung einziger Teilnehmer der M15 und daher froh, dass er seine Sprünge gemeinsam mit der M14 absolvieren und sich somit zumindest mit diesen sechs Springern messen konnte.

Mit dynamischem Anlauf und kraftvollem Absprung landete Jakob bereits im zweiten Versuch bei 5,26m und steigerte seine im vergangenen Jahr in Bebra aufgestellte Bestleistung von 5,04m deutlich. Da kein anderer Springer die 5-Meter-Marke überspringen konnte, gewann Jakob diesen Wettkampf deutlich und konnte später zufrieden feststellen, dass seine Weite sogar für den Kreismeistertitel in der Altersklasse U18 ausgereicht hätte.

Beim anschließenden Langsprint über 300m, bei dem sich Jakob im Februar die Bronzemedaille bei den Hessischen Hallenmeisterschaften gesichert und seine Bestzeit vor kurzem im Baunatal auf 40,35s gesteigert hatte, stellte sich die Frage, ob er erstmals unter 40 Sekunden bleiben könnte.

Leider musste diese Frage unbeantwortet bleiben, da die Technik Jakob einen Strich durch die Rechnung machte. Weil die Zeitmessung beim Startschuss nicht ausgelöst wurde, musste sich Jakob nach einem beherzten und zweifellos sehr schnellen Lauf im Ziel mitteilen lassen, dass die Zeit leider nicht ermittelt werden konnte. Auf eine Wiederholung des kraftraubenden Laufs verzichtete er daraufhin und wird nun die nächsten Gelegenheiten nutzen, um sein Leistungsvermögen erneut unter Beweis zu stellen.

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Das Frankfurter Fly- up and far Meeting nutzte Alicia Stehl am 1. Mai zum Einstieg in die Freiluftsaison. Nachdem sie das Training aufgrund einer Coronainfektion über Ostern für zwei Wochen unterbrechen musste und gerade erst wieder aufnehmen konnte, stand dabei das Sammeln von Wettkampfpraxis im Vordergrund.

In den gut besetzten Hochsprungwettkampf stieg Alicia mit einer Höhe von 1,55m ein und bewältige diese, wie auch die Höhen von 1,58m, 1,61m und 1,64m jeweils im ersten Versuch. Damit hatte sie sich bereits den 3. Platz im Gesamtfeld der zwölf Hochspringerinnen gesichert.

Während Joeris Meret vom USC Mainz auch die anschließend aufgelegt Höhe von 1,67m meisterte und damit die Wertung der Altersklasse U20 für sich entschied, scheiterte Alicia dreimal an dieser Höhe und belegte damit in ihrer Altersklasse den 2. Platz. Natalie Buschung (Eintracht Frankfurt) übersprang als einzigen an diesem Tag 1,70m und wurde damit Siegerin der Frauen.

Wichtiger noch als Höhe und Platzierung waren für Alicia an diesem Tag jedoch das gute Gefühl beim Springen und der Spaß am Wettkampf, bei dem endlich auch wieder Zuschauer zugelassen waren.

Spaß hatte Alicia dann auch beim anschließenden Dreisprung. Erstmals seit fast zwei Jahren nahm sie wieder an einem Wettkampf in dieser Disziplin teil und konnte auch hier Sprungkraft, Technik und ein gutes Rhythmusgefühl unter Beweis stellen.

Bei allen sechs Sprüngen übertraf sie ihre 2020 bei den Hessischen Meisterschaften in Gelnhausen mit 9,65m aufgestellte Bestleistung deutlich und steigerte sich im vierten Versuch auf 10,39m, womit sie hinter Leonie Ensinger (SG Enkheim, 10,56m) den 2. Platz in der Altersklasse U20 belegte.

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Zum Saisoneinstieg ging Jakob Schmidt-Weigand am letzten Aprilwochenende beim Sprinterzweikampf im Baunataler Parkstadion an den Start. Läufe über 300m und 600m sollten dort als erste Formüberprüfung und Standortbestimmung dienen.

Über die 300m-Distanz, auf der er im Februar bei den Hessischen Hallenmeisterschaften Bronze gewonnen hatte, unterbot er seine Bestzeit dabei erneut um mehr als sechs Zehntelsekunden und steigerte sie gleich zu Beginn der Freiluftsaison auf 40,35s.

Im anschließenden Rennen über die selten gelaufene 600m-Distanz überzeugte Jakob als jüngster Läufer im Feld durch ein hohes Grundtempo und eine sehr gute Renneinteilung. Mit einer Zeit von 1:34,19min stellte er seine Leistungsentwicklung auch hier unter Beweis und deutete damit an, dass in dieser Saison auch bei den demnächst wieder anstehenden 800m-Läufen sehr gute Zeiten von ihm erwartet werden können.