Um fast sechs Sekunden steigerte Jakob Schmidt-Weigand seine persönliche 800m-Bestzeit und sicherte sich damit gleich bei seiner ersten Teilnahme an Hessischen Meisterschaften einen hervorragenden 4. Platz in der Altersklasse M14.

Mit 2:15,88min stellte er zudem einen neuen Kreisrekord für seine Altersklasse auf und unterbot die alte Bestmarke, die Yannik Wiegand (Tuspo Borken) 2013 mit 2:17,44min aufgestellt hatte, deutlich um mehr als eineinhalb Sekunden.

Durch eine sehr guten Renneinteilung hatte er für die letzten 200m noch genügend Reserven, um das Tempo nochmals anzuziehen und zwei bislang vor ihm liegende Läufer zu überholen. In einem packenden Zielsprint gelang es ihm sogar noch den bislang auf Platz vier liegenden Jan Österle (MTV Kronberg) abzufangen und mit ihm zeitgleich die Ziellinie zu überqueren.

 

Hinter Laurenz Müller (LAZ Gießen, 2:09,74min), Tom Gerstengarbe (LG Wettenberg, 2:11,64min) und Luca Kohl (TSV Viernheim, 2:12,17min) konnte sich Jakob über seinen 4. Platz freuen.

Bereits zwei Stunden zuvor hatte er bei den in Frankfurt-Niederrad ausgetragenen Titelkämpfen im Weitsprung den 7. Platz belegt.

Obwohl er sich von Sprung zu Sprung auf 4,93m im 6. Durchgang steigern konnte und somit seine bisherige Bestweite nur um 11 Zentimeter verfehlte, blieb im diesmal allerdings der erhoffte 5-Meter-Sprung verwehrt.

Den Sieg sicherte sich Philipp Romisch (Eintracht Frankfurt), der sich im letzten Versuch auf 5,66m steigern konnte.

Alle Ergebnisse

 

 

Da schon die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften als besonderer Erfolg verbucht werden konnte, war es für Alicia Stehl am vergangenen Sonntag leicht zu verschmerzen, dass es in Rostock zu keiner Top-Platzierung oder neuen Bestleistung gereicht hat.

Nachdem sie die Einstiegshöhe von 1,60m bereits beim Einspringen locker übersprungen hatte, ließ sie sich auch von einem ersten Fehlversuch über diese Höhe im Wettkampf nicht verunsichern und meisterte sie im zweiten Versuch sicher. Mehr Probleme bereitete ihr die nächste Höhe von 1,64m. Doch auch diese übersprang sie nervenstark im dritten Versuch sogar sehr deutlich, sodass auch die anschließend aufgelegten 1,68m durchaus überwindbar schienen. Leider führten dann jedoch leichte Unsicherheiten im Anlauf dazu, dass sie jeweils zu nah an die Latte heranlief und so ihre gute Sprungkraft nicht voll zur Entfaltung bringen konnte.

Höhengleich mit zwei weiteren Springerinnen, die jedoch weniger Fehlversuche aufweisen konnten, reichte es somit am Ende „nur“ zum 17. Platz. Den Meistertitel sicherte sich erwartungsgemäß Johanna Göring, die als einzige Springerin 1,80m meisterte und anschließend aufgrund des immer stärker einsetzenden Regens auf die Versuche über weitere Höhen verzichtete. Silber und Bronze gingen an Anna-Sophie Schmidt und Amelie Essig, die beide 1,77m übersprungen hatten.

Für Alicia war die erste Teilnahme an Deutschen Meisterschaften auch unabhängig vom Ergebnis eine tolle Erfahrung. Sich mit den besten Hochspringerinnen ihrer Altersklasse messen zu können und die auch durch die hochklassigen Wettkämpfe in anderen Disziplinen verströmte Meisterschaftsatmosphäre im Rostocker Leichtathletikstadion erleben zu können, war ein schöne Erlebnis und sicherlich Motivation für das weitere Training und die nächsten Wettkämpfe.   

Link zu den Ergebnissen.

Mit ihrem ersten Sprung über 1,70m und der damit verbundenen Qualifikation für die Deutschen U18-Jugendmeisterschaften in Rostock hat Alica Stehl bereits zum Saisonauftakt am 22. Mai in Weinheim in diesem Jahr schon mehr erreicht, als man im Vorfeld erwarten konnte.

Ohne jeden Leistungsdruck und dennoch hochmotiviert fährt sie daher am kommenden Wochenende in die Hansestadt an der Ostsee, um sich bei ihren ersten nationalen Titelkämpfen mit den Besten ihrer Altersklasse zu messen.

Alle 18 Hochspringerinnen der Geburtsjahrgänge 2004 und 2005, die die Qualifikationsnorm von 1,70m erfüllt haben, haben trotz Urlaubs- und Ferienzeit und teilweise weiten Anfahrten für die Deutschen Meisterschaften im Rostocker Leichtathletikstadion gemeldet und sorgen somit am Sonntag für ein hochklassiges Teilnehmerfeld.

Aus diesem ragt Johanna Göring (SV Salamander Kornwestheim) als klare Favoritin heraus. Mit im Mai übersprungenen 1,92m führt sie die deutsche Jahresbestenliste sogar bei den Frauen noch vor den beiden Olympiateilnehmerinnen Marie-Laurence Jungfleisch (1,90m) und Imke Onnen (1,88m) an und hat vor kurzem bei der U20-Europameisterschaft in Tallin/Estland als Vierte mit 1,86m nur knapp ihre erste internationale Medaille verpasst.

Mit 1,82m hat mit Meike Haiduk (LG Neumünster) eine weitere Springerin eine für diese Altersklasse außergewöhnliche Bestleistung vorzuweisen. Da die bisherigen Leistungen der 16 weiteren Springerinnen zwischen 1,70m und 1,78m dicht beieinander liegen, ist mit einem spannenden Wettkampf um die weiteren Platzierungen zu rechnen, bei dem sicherlich viel von der Tagesform und Nervenstärke der einzelnen abhängen wird.

Gerade im Hochsprung ist es keinesfalls selbstverständlich, bei jedem Wettkampf Bestleistung zu springen und schon Kleinigkeiten führen häufig dazu, dass diese auch mal deutlich verfehlt wird. Spannung ist also bereits ab der Einstiegshöhe von 1,60m garantiert.

Verfolgen können alle Sportinteressierten dieses Ereignis am Sonntag, den 1. August ab 13:40 Uhr im Internet-Livestream bei leichtathletik.de und dürfen mit der ersten an Deutschen Meisterschaften teilnehmenden TSV-Leichtathletin mitfiebern und Alicia die Daumen drücken.

Meldeliste und Live-Ergebnisse 

Einige von Alicias Sprüngen bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim sind im nach wie vor verfügbaren Bericht bei sportdeutschland.tv zu sehen. Die Übertragung des Hochsprungs startet in diesem Videostream bei 1:20 Std. und zeigt Alicias Sprünge über 1,55m (1:27 Std.), 1,65m (1:40 Std) sowie ihren letzen Versuch über 1,74m (1:56 Std.).

Erstmals in diesem Jahr wurden beim Sportfest in Bebra in Nordhessen Wettkämpfe für alle Altersklassen und in zahlreichen Disziplinen angeboten.

Diese Gelegenheit nutzten auch Jakob Schmidt-Weigand und Alicia Stehl.

Jakob ging in der M14 im 80m-Hürdenlauf, im Weitsprung und über 800m an den Start.

Mit einer sehr guten Technik präsentierte er sich in seinem ersten 80m-Hürdenlauf und absolvierte diesen in 14,95s.

Dass er seine persönliche Bestleistung im Weitsprung, die bislang bei 4,37m lag, verbessern würde, hatte sich bereits in den Trainingseinheiten der letzten Wochen deutlich abgezeichnet.

Vor den Augen seines Kadertrainers Michael Birkelbach, bei dem Jakob einmal pro Woche in Baunatal eine zusätzliche Trainingseinheit absolviert, gelang ihm bereits im ersten Versuch ein Sprung auf 4,90m. Im zweiten Durchgang konnte er sich dann nochmals steigern und mit 5,04m erstmals die 5-Meter-Marke übertreffen.

Mit einem beherzten Rennen über 800m beendete Jakob dann seinen erfolgreichen Wettkampftag.

Da ihm neben der Wettkampfpraxis auch Läufer im vergleichbaren Leistungsbereich fehlten, an denen er sich hätte orientieren können, musste er auf der zweiten Stadionrunde seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Nachdem er die erste Runde in 63 Sekunden fast im Sprinttempo absolviert hatte, erreichte er das Ziel nach 2:21,58min und verbesserte seine im vergangenen Jahr in Baunatal aufgestellte persönliche Bestzeit damit um fast sieben Sekunden und zeigte, dass bei einer noch besseren Renneinteilung auf der Mittelstrecke einiges vom ihm erwarten ist.

Anders als erwartet verlief der Wettkampfnachmittag für Alicia Stehl. 

Während sie im Hochsprung mit diesmal „nur“ 1,56m nicht zufrieden sein konnte und unter ihre eigenen Erwartungen blieb, absolvierte sie direkt im Anschluss einen beeindruckenden Weitsprungwettkampf.

Nachdem sie sich bereits im vergangenen Jahr sowohl in der Halle als auch im Freien bis auf wenige Zentimeter der 5-Meter-Marke genähert hatte, sollte diese nun erstmals übertroffen werden.

In einem starken Teilnehmerfeld von elf Weitspringerinnen der Altersklasse WU18 gelang Alica bereits im ersten Durchgang mit 5,08m der erhoffte weite Sprung, mit dem sie sich zugleich an die Spitze des Feldes setzte.

Mit fünf weiteren Versuchen jenseits der 5-Meter-Marke gelangen ihr weitere Verbesserungen ihrer Bestleistung auf letztlich 5,20m. 

Damit stellte sie ihre enorme Sprungkraft auch im Weitsprung unter Beweis und sicherte sich auch den Tagessieg in ihrer Altersklasse.

Alle Ergebnisse bei Leichtathletik.de

Gerade einmal zehn Monate liegen zwischen Alicia Stehls erstem Sprung über 1,60m, als sie mit dieser neuen persönlichen Bestleistung den Hochsprung beim Feriensportfest in Frankenberg für sich entschied, und ihrer ersten Teilnahme am Sinner-Hochsprungmeeting, bei dem 1,60m bereits als Einstiegshöhe für die Springerinnen der U18 und U20 aufgelegt wurde.

Aufgrund ihrer starken Leistungsentwicklung, die sie mit ihrem ersten 1,70m-Sprung in Weinheim und der damit verbundenen Qualifikation für die Deutschen U18-Meisterschaften unter Beweis gestellt hatte, eröffnete sich ihr nun erstmals die Chance an einem hochkarätigen Einladungswettkampf teilzunehmen.

Nur insgesamt 26 Springerinnen und Springer bildeten das exklusive Teilnehmerfeld der 27. Auflage des Sinner-Hochsprungmeetings. Die international besetzten Starterfelder der Frauen und Männer, die von der derzeit einzigen deutschen 2-Meter-Springerin Marie Laurence Jungfleisch und Europameister Mateusz Przybylko angeführt wurden und auch die starken Mitstreiterinnen im Hochsprung-Wettkampf der Juniorinnen, allen voran Blessing Enatoh, die sich kürzlich in Osterode mit übersprungenen 1,82m für die U20-EM in Tallinn qualifiziert hatte, wirkten durchaus respekteinflößend.

Die Anspannung war Alicia dann auch im Wettkampf anzumerken. Statt mit niedrigen Höhen langsam in den Wettkampf finden zu können, war sie bereits durch die vorgegebene Einstiegshöhe von 1,60m voll gefordert, die sie dann jedoch im zweiten Versuch sicher meisterte.

Die nötige Lockerheit und auch etwas Glück fehlten ihr dann über 1,65m. Dank ihrer enormen Sprungkraft hatte sie diese Höhe im dritten Versuch dennoch eigentlich deutlich übersprungen, touchierte mit der Wade dann aber leicht die Latte, sodass diese doch noch zu Boden fiel und den Wettkampf für Alicia beendete. 

Dass möglicherweise auch die große Hitze an diesem Tag nicht leistungsförderlich war, zeigten dann auch die Resultate der anderen Springerinnen, von denen ebenfalls einige unter ihren bisherigen Bestleistungen zurückblieben. Lediglich Joana Herrmann (SV Teuto Riesenbeck), die mit 1,74m beste U18-Springerin war und Annabel Recke (LC Jena), die mit 1,77m in der U20 am Ende höhengleich mit Blessing Enatoh (TSV Spandau) vorne lag, konnten an diesem Tag ihre persönlichen Bestleistungen jeweils um einen Zentimeter steigern.

Auch ohne an diesem Tag in die Nähe ihrer Bestleistung gekommen zu sein, konnte Alicia ein positives Fazit ziehen. Überhaupt an einer solch renommierten Veranstaltung teilzunehmen und eine Höhe von 1,60m, die sie im Vorjahr noch als persönliche Bestleistung feiern konnte, mittlerweile bereits als Einstiegshöhe bewältigen zu können, geben Selbstbewusstsein für die weitere Vorbereitung auf die DM am 1. August in Rostock, wo ebenfalls gleich zu Beginn 1,60m aufgelegt werden.