Seit 41 Jahren steht die Bestmarke der Hochspringerinnen der U20 und der Frauen in der Halle im Schwalm-Eder-Kreis bei 1,68m. Petra Dörrbecker (LG Schwalmstadt) war bislang die einzige, die diese Höhe 1981 meisterte.

Gleich bei ihrem ersten Wettkampf in der Altersklasse U20 egalisierte Alicia Stehl nun diesen Uralt-Rekord und sicherte sich damit zugleich die Silbermedaille bei den Hessischen Hallenmeisterschaften in Hanau. Geschlagen geben musste sie sich lediglich Maike Schuster (LAV Kassel), die sich mit 1,71m nach Silber in der Vorwoche bei den Frauen nun erwartungsgemäß den Titel in der U20 sicherte.

Als etwas gewöhnungsbedürftig erwies sich der Linoleumbelag in der August-Schärtner-Halle in Hanau, sodass Alicia, die bei 1,55m in den Wettkampf eingestiegen war, bei allen aufgelegten Höhen einen zweiten Versuch benötige. In diesem zeigte sie sich aber jeweils nervenstark und kompensierte die leichten Unsicherheiten im Anlauf mit ihrer gesteigerten Sprungkraft und einer verbesserten Lattenüberquerung.

Als strahlende Silbermedaillengewinnerin kann sie nun sehr zuversichtlich den nächsten Wettkämpfe entgegen schauen. 

Ergebnisse

 

Mit zwei klaren Siegen beim Xmas-Jump am Vierten Advent in Dortmund beendeten Alicia Stehl und Jakob Schmidt-Weigand das Wettkampfjahr und starteten damit zugleich erfolgreich in die Hallensaison 2021/22.

Im Weitsprung der Altersklasse M14 steigerte sich Jakob Schmidt-Weigand im Wettkampfverlauf von 4,64m über 4,80m auf 4,96m im letzten Versuch und sicherte sich damit den Sieg vor Ferdinand Peglau vom Gastgeber LG Olympia Dortmund, der sich nach 4,80m im ersten Versuch nicht mehr steigern konnte.

In ihrem letzten Wettkampf in der Altersklasse U18 hatte Alicia Stehl die Gelegenheit sich nicht nur mit den Springerinnen ihrer Altersklasse, sondern auch mit denen der U20 und der Frauen zu messen.

Während die meisten Springerinnen schon bei den ersten Höhen große Schwierigkeiten hatten und sich das Teilnehmerfeld der elf Athletinnen bei aufgelegten 1,63m bereits auf vier reduziert hatte, übersprang Alicia diese Höhe wie bereits alle vorherigen im ersten Versuch.

Eine weiße Weste konnte bis dahin auch die mit einer Bestleistung von 1,71m als Favoritin angereiste Nina Wältz (LG Bünde Löhne) vorweisen, die dann allerdings dreimal an 1,66m scheiterte. Da Alicia auch diese Höhe im ersten Versuch meisterte, stand sie als Siegerin der U18 und des Gesamtwettbewerbs der weiblichen Teilnehmerinnen fest.

Bei der anschließend aufgelegten Höhe von 1,69m, mit der sie zugleich den Hallenkreisrekord um einen Zentimeter übertroffen hätte, kam dann auch Alicia an diesem Tag an ihre Grenzen.

Zum Auftakt der Hallensaison, deren Planung ohnehin auf die Höhepunkte im Januar und Februar ausgerichtet ist, konnte Alicia mit der gezeigten Leistung auch ohne den Kreisrekord oder eine neue Bestleistung sehr zufrieden sein, zumal auch der Rekord der U20 bei 1,68m liegt und von ihr daher in den kommenden beiden Jahren in der neuen Altersklasse noch in Angriff genommen werden kann.

Mit den in Dortmund gezeigten starken Leistungen konnten Jakob und Alicia zum Jahresabschluss ihre großartigen Entwicklungen noch einmal unter Beweis stellen. Am 22./23. Januar 2022 warten mit den Hessischen Hallenmeisterschaften der U16 und U20 in Hanau bereits die nächsten sportlichen Herausforderungen.

Ergebnisse des Xmas-Jump

Seit mittlerweile vier Jahren trainieren die Leichtathleten des TSV unter Leitung von Frank Siesenop in weitgehend konstanter Besetzung und sind mittlerweile in die Altersklassen U16 – U20 „hochgewachsen“. Höchste Zeit also, um auch für Jüngere ein Trainingsangebot zu schaffen und somit den Nachwuchs zu fördern.

Mit Johannes George steht nun ein weiterer Übungsleiter zur Verfügung, der eine neue Gruppe der U12 und U14 betreuen wird.

Laufen, Springen, Werfen mit viel Spaß und Spiel steht daher demnächst immer dienstags von 16 Uhr – 17:30 Uhr in der Gilserberger Turnhalle für Kinder der Geburtsjahrgänge 2009 – 2012 auf dem Programm. Im Vordergrund der Übungsstunden wird dabei zunächst nicht die Leistungsorientierung, sondern die spielerische Hinführung zur Leichtathletik der „Großen“ stehen.

Mit vielseitigen, motivierenden Spiel- und Trainingsformen soll dabei an die natürlichen Bewegungsbedürfnisse der Kinder, die leichtathletischen Grundtätigkeiten Laufen – Springen – Werfen, angeknüpft werden, um Bewegung und Koordination zu verbessern und den Spaß am regelmäßigem Sporttreiben zu fördern.

Los geht’s am Dienstag, den 11. Januar um 16 Uhr in der Turnhalle.

Verstärkung fürs Kinderturnen gesucht

Verstärkung sucht der TSV nun noch für den Bereich des Kinderturnens. Die ehemalige FSJ-Kraft Annika Grosch betreut derzeit im vierzehntägigen Wechsel zwei Gruppen im Alter von 5 – 6 und 7 – 9 Jahren. Um das Kinderturnen für alle Altersgruppen auch wieder wöchentlich anbieten zu können, plant der TSV ab September 2022 wieder eine FSJ-Kraft zu beschäftigen.

Für den Übergang und gern auch als dauerhafte Verstärkung des Übungsleiterteams werden jedoch dringend noch Personen gesucht, die Spaß daran haben Kindern ein spielerisches Bewegungsprogramm zu bieten. Langjährige Erfahrungen oder gar Übungsleiterqualifikationen werden dabei nicht erwartet. Bei Interesse oder Bedarf vermittelt der TSV selbstverständlich entsprechende Kursangebote und ermöglicht die Teilnahme.

Das Sprintmeeting in Borken nutzen die TSV-Leichtathleten, um nach langer Zeit mal wieder mit einer größeren Gruppe an den Start zu gehen, sich nach teilweise längerer Wettkampfpause wieder mit anderen zu messen und sogar mal wieder ein Staffelrennen zu absolvieren.

Zunächst standen die Einzelsprints über 100m auf dem Programm, bei denen vor allem Paul Auer in 13,29s bei seinem ersten Rennen über diese Distanz überzeugen konnte und damit den 3. Platz in der M15 belegte. Den Sieg in der Altersklasse M14 sicherte sich Jakob Schmidt-Weigand mit einer Zeit von 13,66s. Vierte in der W15 wurde Hannah Wurmbäck in 15,21s und konnte damit noch nicht wieder an ihre Top-Zeiten anknüpfen, die sie vor ihrer langen Wettkampfpause auf den kürzeren Distanzen gezeigt hatte. Alicia Stehl landete im starken Feld der U18-Sprinterinnen mit 13,99s auf dem 3. Platz.

In der anschließenden 4x100m-Staffel zeigten Alicia Stehl, Darja Wölfel, Mira Kuchar und Hannah Wurmbäck sehr starke Sprintleistungen, büßten aber bei den Wechseln wichtige Sekunden ein. Auch wenn man mit 61,15s deutlich unter den Möglichkeiten blieb, überwog die Freude nach mehr als zweijähriger Pause überhaupt mal wieder als Staffel laufen zu können.

Für den erfolgreichen Abschluss des Abends sorgte dann Jakob Schmidt-Weigand, der über die selten gelaufene Distanz von 300m an den Start ging und auch über diese Strecke unter Beweis stellte, dass besonders im Langsprint und auf den Mittelstrecken in den kommenden Jahren mit ihm zu rechnen ist.

Nachdem er vor drei Wochen den Kreisrekord der M14 über 800m auf 2:15,88min verbesserte, verfehlte er diesmal die Bestmarke der 300m-Distanz nur um 64 Hundertstel. In 42,28s gewann er das Rennen souverän und distanzierte den Zweitplatzierten um mehr als drei Sekunden.

Für die TSV-Leichtathleten endete damit die diesjährige Freiluftsaison. Nachdem im letzten Jahr sämtliche Hallenwettkämpfe aufgrund von Corona ausfallen mussten und über mehrere Monate sogar ein komplettes Trainingsverbot herrschte, hofft man nun natürlich darauf, dass sich dies nicht wiederholt und man nach dem zunächst anstehenden dreimonatigen Grundlagentraining Ende November bei den ersten Hallenwettkämpfen antreten kann.

Ergebnisse Sprint- und Hochsprungmeeting Borken.

 

Nach ihrem überraschenden Titelgewinn im vergangenen Jahr war für Alicia Stehl bereits im Vorfeld der diesjährigen, erneut in Gelnhausen ausgetragenen Hessischen U18-Meisterschafen klar, dass die Titelverteidigung sehr schwer werden würde.

Als Favoritinnen wurden Maren Engelberts (LAV Kassel), die ihre Bestleistung von 1,70m in diesem Jahr in mehreren Wettkämpfen bestätigt hatte und Isabel Jahn (LG Fulda), die vor allem bei den Deutschen Meisterschaften mit 1,71m überzeugen konnte, gehandelt.

Nachdem sich das Feld der dreizehn Hochspringerinnen bereits deutlich gelichtet hatte, bevor Alicia bei 1,54m erfolgreich in den Wettbewerb einstieg, musste sich Isabel Jahn nach dieser Höhe bereits verabschieden und sich mit dem 6. Platz zufriedengeben, da sich für sie 1,58m an diesem Tag bereits als zu hoch erwiesen.

Die verbliebenen fünf Springerinnen meisterten nach dieser Höhe auch die Höhe von 1,62m. Dass Alicia und auch Maren Engelberts dies erst im zweiten Versuch gelang, sollte sich in der Endabrechnung für beide dann als entscheidender Nachteil erweisen.

 

Da lediglich Annika Renz (SG Enkheim) 1,65m überspringen konnte und den damit gewonnenen Hessenmeistertitel anschließend sogar noch mit einer neuen Bestleistung von 1,70m krönte, musste über die weiteren vier Platzierungen die Anzahl der Fehlversuche entscheiden.

Hier hatten dann Alicia und Maren Engelberts das Nachsehen und landeten gemeinsam auf dem 4. Platz, während sich Carmen Nowicka (Eintracht Frankfurt) und Elisa Möller (TV Lauterbach) über Silber und Bronze freuen konnten.

Bereits eine Stunde vor dem Hochsprung hatte Alicia die Hessischen Meisterschaften als Gelegenheit genutzt, nach zwei Jahren endlich mal wieder einen 100m-Sprint zu absolvieren. Auch wenn sie mit 13,54s nicht in den Bereich ihrer persönlichen Bestzeit von 13,12s laufen konnte, reichte die Zeit dennoch für den 19. Platz des mit 31 Sprinterinnen hochklassig besetzten Teilnehmerfeldes.

Alle Ergebnisse der Hessischen Meisterschaften