Nachdem nun zwei Jahren in Gilserberg Pause war und der 23. Kellerwald-Bikemarathon zweimal verschoben werden musste, hieß es in diesem Jahr endlich wieder "5, 4, 3, 2, 1 ... Start!!!!"

Trotz kalter Temperaturen und im Vorfeld reichlichen Niederschlägen, konnten insgesamt ca. 650 Fahrerinnen und Fahrer den Trainingsstand prüfen, ob die Vorbereitungen über den Winter richtig gewählt wurden und wo es noch Verbesserungspotential gibt.

Auf der Königsdistanz über 120km sicherte sich der Niederländer Tim Smeenge (KMC mountainbiketeam) zum ersten Mal die Krone und führte das international Feld in 05:32:12 Std. an. Nach 05:42:38 Std. folgte Peter Hermann (Mondraker Rackets) als Zweiter, vor Teus Ruijter (KMC mountainbiketeam), ebenfalls Niederländer. Den vierten Platz belegt Adrian Horchler (BQ Cycling-Team / Radwerk Upland e.V.), vor Ramses Bekkenk (KMC mountainbiketeam). Für eine kleine Überraschung sorgte Aaron Wilhelmi (MT Melsungen) mit seinem sechsten Platz.

Das 80km-Rennen bei den Männern verteidigte der letzte Gewinner auf der 80er Strecke Sascha Starker (SSG Bensheim) in 03:37:16 Std. für sich und Karen Brouwer (KMC mountainbiketeam) siegte in 04:26:52 Std. in der Gesamtwertung der Frauen.

Über 40km war in diesem Jahr Noah Jung (DELTA-BIKE.DE) in 01:46:15 Std. der Schnellste. Als Siegerin der Frauen benötigte Katharina Kurz (Radsport-Rhein-Neckar) 02:09:45 Std.

Alle Ergebnisse des 23. Kellerwald-Bikemarathons gibt es auf den Internetseiten von Raceresult.

Weitere Informationen rund um die diesjährige und auch frühere Veranstaltungen findet man unter www.kellerwald-bikemarathon.de.  

Ein geselliges Grillfest im Anschluss an die diesjährige Mitgliederversammlung bot den Mitgliedern des TSV Gilserberg endlich mal wieder die lang vermisste Gelegenheit, sich in größerer Runde abteilungs- und altersübergreifend angeregt unterhalten und austauschen zu können.

Bei Würstchen und kühlen Getränken genossen die Anwesenden die willkommene Abwechslung.

Statt Corona prägten endlich wieder sportliche Themen wie die Aktivitäten und Pläne der Frauen- und Seniorengymnastikgruppen, der bevorstehende Saisonauftakt der Fußballer, das im September geplante Mountainbikerennen und die neuen Sportanlagen der Leichtathleten und deren Wettkämpfe die Gespräche.

Gesprächsanlässe lieferte dabei natürlich auch die vorangegangene Mitgliederversammlung, in der die Abteilungsleitungen über ihre Schwierigkeiten und Aktivitäten während der Coronaeinschränkungen, den aktuellen „Neustart“ und die weiteren Pläne berichteten und Steffen Nordmann als Vereinsvorsitzender vor allem auch einen Ausblick auf das am 22.02.2022 anstehende 100-jährige Vereinsjubiläum und die zu diesem Anlass im Juni geplante Sport- und Festwoche gab.

Gerade nach den langen Monaten der eingeschränkten Möglichkeiten gemeinsam Sport zu treiben oder einfach solch einen geselligen Grillabend miteinander verbringen zu können, wurde an diesem Abend allen Anwesenden einmal mehr bewusst, wie schön und bereichernd Vereinsleben auch nach 100 Jahren heutzutage noch für jeden einzelnen sein kann.

Mit großer Vorfreude blicken nun alles auf das Jubiläumsjahr, das viele Gelegenheiten bieten wird auf gemeinsame Vereinsaktivitäten zurückzublicken, Sportereignisse zu veranstalten und natürlich auch sich selbst sportlich zu betätigen und nicht zuletzt einfach weitere schöne Stunden miteinander zu verbringen. 

Auch wenn die aktuellen Corona-Einschränkungen eine größere feierliche Einweihung verhinderten, sorgten die TSV-Leichtathleten am vergangenen Samstag mit den ersten Vereinsmeisterschaften dafür, dass die sportinteressierten Besucher einen lebhaften Einblick in die neuen Möglichkeiten am Gilserberger Sportplatz bekamen.

Vierzehn Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren bilden derzeit die aktive Leichtathletikabteilung des TSV, von denen neun für den sportlichen Rahmen der Einweihung sorgten, ihre ersten Vereinsmeister ermittelten und dabei den anwesenden Gästen die Wettkampfmöglichkeiten auf den neuen Leichtathletikanlagen präsentierten.

Zunächst eröffnete Steffen Nordmann als Vorsitzender den Nachmittag auf dem insgesamt neu gestalteten Sportplatz des TSV Gilserberg, begrüßte die anwesenden Gäste und dankte den rund 50 Helfern, die in den vergangenen Monaten mit fast 400 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden am Bau der Leichtathletikanlagen tatkräftig mitgewirkt und das Vereinsgelände  im Ganzen zu einer neuen Sport- und Begegnungsstätte gemacht haben.

Frank Siesenop gab anschließend einen kurzen Überblick über die Realisierung und Finanzierung der mit Gründung der Leichtathletikgruppe vor knapp zwei Jahren geborenen Idee, mit eigenen Sportanlagen angemessene Trainingsmöglichkeiten im Freien zu schaffen.

Auch wenn man auf die Bewilligung der gestellten Förderanträge ein Jahr lang warten musste, konnte erst durch die insgesamt 70%ige Förderung durch das Land Hessen, den Schwalm-Eder-Kreis, die Gemeinde Gilserberg und den Landessportbund die Finanzierung des 82.000€-Projektes sichergestellt werden.

Dafür, dass der Verein seinen immer noch großen Eigenanteil erbringen konnte, haben auch die Spenden der Kulturstiftung der Kreissparkasse, der Bäckerei Viehmeier, des Bauunternehmens Daume, von Osiris Investments sowie der EAM von insgesamt fast 10.000€ und die geleisteten Arbeitsstunden im Wert von rund 6.000€ beigetragen, sodass Spendern und allen ehrenamtlichen Helfern ein besonderer Dank gilt.

An diesen Dank schloss sich Bürgermeister Rainer Barth an und betonte, dass es für die Inanspruchnahme von Geldern aus Förderprogrammen immer erforderlich sei, dass vor Ort Vereine oder Personen die Initiative ergreifen, Projekteideen entwickeln und diese vorantreiben. In diesem Zusammenhang dankte er den TSV-Verantwortlichen und insbesondere Frank Siesenop für das mit dem Aufbau der Leichtathletikabteilung und Initiierung der Baumaßnahmen gezeigte Engagement. Dass Gilserberg über eine erfolgreiche Leichtathletikgruppe und nun auch die dazugehörigen Sportanlagen verfügen kann, sei etwas Besonderes und keineswegs selbstverständlich. Mit einem Geldgeschenk der Gemeinde legte er zugleich den Grundstein zur Umsetzung weiterer Ideen.

In den anschließenden Wettkämpfen ermittelten die TSV-Leichtathleten dann im 80m-Hürdenlauf, dem 75m-Sprint sowie im Weitsprung und im Kugelstoßen in verschiedenen Altersklassen ihre ersten Vereinsmeister.

Da der TSV mit Thomas Auer, Bernd Dankert und Frank Siesenop über drei ausgebildete Kampfrichter verfügt, konnte dabei auch die reibungslose und ordnungsgemäße Durchführung sichergestellt werden.

80m-Hürdenlauf

WU18

1. Alicia Stehl 14,20s

MU16

1. Felix Bieber 15,41s

MU14

1. Jakob Schmidt-Weigand 14,51s

75m-Sprint

WU18

  1. Alicia Stehl 10,53s

WU16

  1. Hannah Wurmbäck 11,35s
  2. Darja Wölfel 12,06s
  3. Katharina Mötz 13,19s

WU14

  1. Mira Kuchar 11,53s
  2. Nele Zülch 12,12s

MU16

  1. Paul Auer 10,87s
  2. Felix Bieber 10,97s

MU14

  1. Jakob Schmidt-Weigand 10,87s

Weitsprung

WU18

  1. Alicia Stehl 4,47m

WU16

  1. Darja Wölfel 3,64m
  2. Hannah Wurmbäck 3,61m
  3. Katharina Mötz 3,17m

WU14

  1. Mira Kuchar 3,97m

MU16

  1. Felix Bieber 3,86m
  2. Paul Auer 3,83m

MU14

  1. Jakob Schmidt-Weigand 4,38m

Kugelstoßen

MU16 (4kg)

  1. Felix Bieber 8,11m
  2. Paul Auer 8,10m

MU14 (3kg)

1. Jakob Schmidt-Weigand    6,86m